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Wer kennt sie nicht?
Die quirlige Bande um den allseits beliebten Hasen Bugs Bunny. Nahezu
jeder der sich auch nur ein wenig für Zeichentrickserien interessiert -
sei es nun in seiner Kindheit gewesen oder heute noch - der dürfte
zumindest einmal in seinem Leben eine Episode der Bugs Bunny Show, Looney
Tunes oder Tiny Toones im TV verfolgt haben. Klar, das solch populäre
Serien als Videospiele verwurstet wurden und werden. In diversen
Abenteuern für die verschiedensten Konsolen mussten die Charaktere bereits
antreten um gegen ihre Erzfeinde zu bestehen. Für den Game Boy waren das
zum Beispiel Road Runner, Tweety und Co in Looney Toons, Buster und Babs
Bunny in Tiny Toons oder auch eingangs erwähntes Langohr in Bugs Bunny:
The Crazy Castle. Und genau jener bekam einen zweiten Teil für Nintendos
Kleinsten spendiert, den wir euch hier vorstellen möchten. Mittlerweile
gibt es übrigens schon Teil 3 und 4 der Bugs Bunny: The Crazy Castle
Reihe. Beide sind für den Game Boy Color erschienen.
Doch hier geht es um Teil 2! Was müsst ihr wissen? Erstmal den Hintergrund
des Spiels: eure holde Maid wurde entführt! Schlimm genug das sie euren
flauschigen Armen entrissen wurde, doch kommt zu allem Übel noch dazu,
dass sie von der bösen Hexe Hazel in ein verwinkeltes Schloss verschleppt
wurde. In 28 Level müsst ihr euren Liebling suchen. Um in der Burg
voranzukommen habt ihr die Aufgabe in jedem Level 8 Schlüssel aufzuspüren,
erst dann lässt sich die letzte Tür der Stage öffnen. Habt ihr alle 28
Abschnitte gemeistert, steht dem Endkampf gegen die gemeine Zauberin
nichts mehr im Weg. Doch bis es dazu kommt, müsst ihr mehr als einmal euer
Können unter Beweis stellen. Sind die ersten Levels noch innerhalb weniger
Minuten geknackt, nehmen Komplexität und Gegnerschaft in späteren
Abschnitten erheblich zu. Bugs Bunny steuert sich dabei wie im Vorgänger
auf dem Game Boy: er kann weder springen noch irgendwelche Attacken aus
eigener Kraft ausführen, und wenn euch ein Feind berührt verliert ihr
sofort ein Leben und müsst den Abschnitt von vorne beginnen. Ihr seit
daher vollkommen auf die Umgebung und das Inventar in den Levels
angewiesen.
Was etwas ungewohnt klingt, spielt sich in der Praxis aber sehr gut. Um
auf höhere Ebenen zu kommen benutzt ihr Röhren, Aufzüge oder kleine
Trampolins. Aufgesammelte Items wie ein Hammer oder ein Pickel beseitigen
Blöcke bzw. lassen euch bestimmte Hindernisse erklimmen. Eure Gegner
können diese Dinge nur beschränkt nutzten. Zwar können sie auch Aufzüge,
Kletterseile und Röhren benutzten, mit Blöcken, Warpfeldern oder den
wichtigen Sprungbrettern wissen sie aber nichts anzufangen. Ihr müsst euch
jedoch nicht allein auf eure Flinkheit als Hase plus eben genannte
Levelausstattung verlassen. In jedem Abschnitt stehen euch zudem einige
mächtige Waffen zur Verfügung.
Das sind entweder knallige Bomben die ihr vor den Füßen eurer Feinde
ablegt oder flinke Pfeile die ihr auch auf entfernte Bösewichte abfeuern
könnt. Neben einer dieser Waffengattungen findet ihr in Türen oder auf den
Gängen noch andere Utensilien. Das stärkste davon stellt ein Zaubertrank
dar. Habt ihr einen Schluck dieses Gebräus zu euch genommen, kann euch
nichts mehr aufhalten: Gegner die ihr in diesem Stadium berührt gehen
buchstäblich in die Luft. Gleiches gilt für den Blitz. Wer diesen
aufsammelt, erledigt auf einen Schlag alle Feinde auf dem Bildschirm.
Einen anderen Weg gehen da das Schutzschild und die Uhr. Ersterer baut,
wie der Name schon sagt, ein schützendes Schild um euch auf wohingegen die
Uhr sämtliche Feinde in ihrer Bewegung einfriert. Alle drei Extras sind
natürlich in ihrer Anwendung zeitlich begrenzt, eine Melodie sowie das
Blinken der Spielfigur weist euch darauf hin, dass die Wirkung aufgehoben
ist. Ab und an findet ihr auch Kisten und die aus der Serie bekannten 10
Tonnen Gewichte, die ihr natürlich ebenfalls einsetzt um die Bösewichter
zu plätten.
In den Levels ist aber auch ein kluges Vorgehen oftmals oberste Pflicht,
nebst dem richtigen Itemeinsatz. Denn ihr könnt euch meist nicht allein
auf eure Ausrüstung verlassen, die Waffen findet ihr selten im Überfluss
und des Öfteren braucht ihr die raren Argumentverstärker für ganz
bestimmte Gegner. Die sitzen dann zum Beispiel auf Plätzen, an denen ihr
sie nicht umgehen könnt. Jeder der zahlreichen Feinde hat nämlich sein
eigenes Verhalten. Während beispielsweise Daffy Duck und Sylvester immer
auf einer Ebene bleiben und dort stupide hin- und herlaufen, verfolgen
euch der Tasmanische Teufel oder auch Wile E. Coyote durch das ganze
Level. In Abschnitten, in denen diese Kerle öfters vertreten sind, kommt
ihr mitunter ganz schön ins Schwitzen. Da sind ein paar Eigenarten des
Spiels besonders wichtig und unumgänglich, will man das Levelende
unbeschadet erreichen. Zum einen tun euch Feinde in Röhren und Aufzügen
nichts, wenn ihr diese im selben Moment nutzt. Zum anderen harren die
Fieslinge einen Moment an ihrem Platz aus wenn ihr aus einer Tür
heraustretet. Beides lässt sich wunderbar benutzten um die üble Bande
auszutricksen und ist wie gesagt absolut notwendig um in Bugs Bunny: The
Crazy Castle 2 zu bestehen.
Grafisch gibt es nicht viel zu kritisieren. Alle Figuren sind liebevoll
animiert und gezeichnet, wer die Serie kennt weiß sofort, welchen
Charakter er da vor sich hat. Auch die verschiedenen Grafiksets der 5
unterschiedlichen Umgebungen des Schlosses sind nett anzusehen. Zwar
wiederholen sie sich immer wieder, an deren grafischer Qualität lässt sich
aber nichts bemängeln. Das einzige Problem das auftreten kann sind ein
paar Ruckler wenn auf dem Bildschirm zuviel los ist. Dann wird der
Spielfluss etwas zäh und es können mitunter auch ein paar Streifen auf dem
Display auftauchen. Mein Tipp: erledigt ein paar Gegner, dann läuft alles
wieder schön flüssig! Auch für die Lauscher wird etwas geboten. Die
hübschen Melodien gehen schnell ins Ohr und passen gut zu den Lokalitäten:
denn so wie sich die 5 Levelaufmachungen optisch voneinander
unterscheiden, so hat auch jedes seine eigene Melodie. Soundeffekte werden
zwar äußerst spärlich eingesetzt, das stört aber nicht wirklich im Spiel.
Schließlich ist die Musikuntermalung sehr unterhaltsam.
Mit einigem Geschick und dem richtigen Waffeneinsatz schafft ihr es
schließlich bis zum letzten Level. Dort wartet dann bereits die böse Hexe
auf euch. Da die meisten Gegner sehr vorhersehbar agieren, fällt der
Schwierigkeitsgrad des Spiels nicht sehr hoch aus. Waren es im Vorgänger
noch rund 80 Levels, so habt ihr hier nur 28 Abschnitte zu meistern. Da
aber besonders die höheren Levels teilweise sehr weitläufig sind,
verbringt ihr schon ein bisschen Zeit vor dem Handheld, bis ihr den
Abspann seht. Dank des komfortablen Passwortsystems (nur 4 Stellen) und
der großzügigen Lebensvergabe (+ unendlich Continues) kann man jeden Teil
des Schlosses immer und immer wieder probieren bis man ihn geschafft hat.
Für Einsteiger und ungeübte Spieler also sehr entgegenkommend.
Grundsätzlich ist der Titel allen Spielern, die kurzweilige Unterhaltung
suchen, wärmstens zu empfehlen. Die meisten Level sind von ihrer Länge her
1A Pausenfüller und auch das gute Passwortsystem trägt dazu bei, dass Bugs
Bunny: The Crazy Castle 2 bestens als Handheldspiel geeignet ist!
Kleines Detail am Rande: Bugs Bunny: The Crazy Castle 2 ist bis auf die
Darsteller identisch mit den Spielen Hugo und Mickey Mouse. Solltet ihr
also die Hasen-Version nirgends finden, könnt ihr bedenkenlos auch zu
einem der anderen Titel greifen.
- Mylok
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Positiv
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FAZIT |
|
+ Ausgewogener
Schwierigkeitsgrad
+ Hübsche Grafik
+ Etwas anderes Gameplay |
Grafik
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74
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Sound
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70
|
|
Gameplay
|
82
|
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Negativ
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Dauerspass
|
77
|
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- Nur 28 Level
- Gelegentliche Grafikruckler |
TOTAL |
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81
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Genre: Puzzle/Strategie
Spieler: 1
Entwickler: Kemco
Erscheinungsjahr: 1991
Schwierigkeitsgrad: einfach-mittel
Bemerkung: Passwortsystem







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