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Nemesis |
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Das Genre der
Shoot’em ups wird oft als das älteste Videospielgenre überhaupt
bezeichnet. Zwar ist der Game Boy – zumindest in Europa – nicht gerade
mit einer Vielzahl von Shootern gesegnet, zur Freude aller Ballerfans
wurden jedoch die populärsten und erfolgreichsten Ballerserien für
Nintendos Kleinsten umgesetzt. Neben bekannten Titeln wie R-Type oder
Parodius, bekam auch die berühmte Gradius-Reihe einen Ableger spendiert,
welcher in Europa unter dem Namen „Nemesis“ erschienen. Das Spielprinzip ist
wie, bei Ballerspielen üblich, recht simpel. Ihr durchfliegt mit eurem
Raumschiff „Vic Viper“ insgesamt 5 Level von links nach rechts und
feuert auf alles, was sich euch entgegenstellt. Manche Feinde hinterlassen
nach ihrem Ableben Energiekapseln, welche ihr einsammeln könnt um damit
euer Schiff upzugraden. Je mehr der überlebenswichtigen Powerkapseln ihr
einsammelt, desto mächtigere Waffen könnt ihr euch leisten. Die Upgrades
sind dabei die Gleichen wie in den meisten früheren Gradius – Spielen.
Beispielsweise könnt ihr die Geschwindigkeit eures Vic Viper verbessern,
ihn mit Luft-Boden-Raketen oder Lasern ausrüsten oder mit bis zu zwei
Satelliten („options“ oder „multiples“ genannt) die Feuerkraft
eures Schiffes verdoppeln bzw. verdreifachen. Habt ihr die maximale Anzahl
an Powerkapseln gesammelt, könnt ihr euch ein Schutzschild leisten,
welches bis zu drei Treffer einsteckt bevor es den Geist aufgibt. Das
Schutzschild ist der beste Freund eines jeden Nemesis-Piloten, denn ohne
selbiges schickt euch schon ein einziger feindlicher Treffer ins Jenseits.
Ein wenig zu nah an die Wand heran geflogen, ein bisschen zu riskant
ausgewichen und es kracht. Der Schwierigkeitsgrad
– der in zwei Stufen einstellbar ist – ist eigentlich nicht übermäßig
hoch, wäre da nicht das alte Gradius Problem: ihr habt gerade euren
Flieger mühsam aufgemotzt, da macht eine kleine Unaufmerksamkeit dem Spaß
ein Ende; denn mit eurem Leben verliert ihr auch alle bisher aktivierten
Upgrades und startet an einem Rücksetzpunkt mitten im Level. Vor allem in
späteren Levels kann es passieren dass ihr mit mickriger Bewaffnung und
lahmer Geschwindigkeit an bestimmten Rücksetzpunkten kaum mehr eine
Chance habt. Für ungeübte Ballerdaumen kann dies bisweilen zu
Frustmomenten führen. Da ist es hilfreich, dass im Optionsmenü jedes
Level einzeln angewählt und so geübt werden kann. Die Grafik ist
definitiv kein Leckerbissen, aber nicht so schlimm, dass der Spielspaß
darunter leiden würde. Zwar sind die Level optisch abwechslungsreich –
ihr ballert euch durch Höhlen, überfliegt alienverseuchte Planetenoberflächen
und kämpft im Inneren einer Raumstation - jedoch könnten sowohl Vic
Viper als auch die Feinde und Hintergründe detaillierter sein. So wirkt
alles ein wenig schwammig. Darüber hinaus tauchen ab und zu Grafikfehler
auf, z.B. wenn sich Objekte überlappen. Außerdem könnte das Spiel ein
Wenig flüssiger laufen. Die Soundeffekte sind mit verschiedenen Treffer-
und Explosionseffekten gut gelungen, einzig die Musikstücke sind manchmal
ein wenig zu fröhlich geraten. Trotz manchmal schwächelnder Grafik kommt bei Nemesis ordentliche Shoot ’em Up Atmosphäre auf. Es macht viel Spaß sich durch die Level zu ballern und den riesigen Endgegners Saures zu geben. Leider sind 5 Levels eindeutig zu Wenig! Als Shooterfan besitzt man dieses Modul sowieso, wer das beste Ballerspiel für den Gameboy sucht, greift lieber zu Parodius oder gleich zum Nachfolger Nemesis II. - Geddiboy
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Genre: Shoot 'em Up
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Ich habe mir Nemesis
damals auf einem Flohmarkt gekauft nachdem ich es bei meinem Cousin erstmals
gespielt hatte. Lange Zeit war es für mich das beste und einzige
GB-Ballerspiel, bis mit Parodius und Nemesis II einfach mehr geboten wurde.
Trotzdem macht Nemesis immer noch viel Spaß und hat mich sozusagen erst zum
Ballerfan gemacht. Auch heute wandert das Modul immer mal wieder in den
Super-GB Schacht! |