|
Samurai Showdown |
|
Das Genre Prügelspiele
fristete auf dem Game Boy vor allem in den ersten Jahren des Handhelds
eher ein Schattendasein. Spiele, wie die erfolgreiche Street Fighter Serie
oder das kontroverse Mortal Kombat, blieben (zunächst) dem grossen Bruder
SNES oder Segas Mega Drive vorbehalten. Bevor jedoch selbst Prügelserien
wie King Of Fighters oder Battle Arena Toshinden für den Game Boy
umgesetzt wurden, fand ein Beat’em Up seinen Weg auf den Game Boy, mit
dem wohl niemand gerechnet hatte. Die Schwertkämpfer von
SNKs Samurai Showdown gaben sich die Ehre und trugen ihr Turnier von nun
an auch auf Nintendos Kleinstem aus (SS wurde auch für das SNES
umgesetzt, für beide Spiele war TAKARA verantwortlich). Natürlich wurden die
meisten Abstriche bei der Grafik gemacht: die einst so lebendigen Hintergründe
wurden auf das reduziert, was der Name schon sagt: ein Hintergrundbild in
vier Graustufen eben. Die Kämpfer sind sehr schön gezeichnet, und man
erkennt sofort seine Lieblingscharakter und deren Waffen wieder.
Allerdings hat die Grösse der Kämpfer sehr unter dem Umzug auf den GB
gelitten, die Recken kommen sehr klein daher, und auch die Effekte der
Specialmoves sind um einiges dürftiger ausgefallen, als das Farben- und
Effektgewitter des NEO·GEO Vorbildes. Im Vergleich zu neueren Titeln wie
z.B. Street Fighter II ist die Grafik ingesamt nur Mittelmass, jedoch ist
es gelungen, den fernöstlichen Charme des Spiels beizubehalten. Beim Gameplay wurde
jedoch ganze Arbeit geleistet: An der Steuerung gibt es nicht das Geringste auszusetzten. Die Specialmoves, die meistens mit sogenannten „motion“- Bewegungen (z.B.Viertelkreis auf dem Streuerkreuz + B- Knopf) ausgelöst werden, gehen leicht von der Hand und die Samurais steuern sich insgesamt sehr weich, wobei sich die zierliche Nakoruru flinker bewegt und höher springt als der gigantische Hüne Earthquake. Beim Sound gibt es überdurchschnittliche Game Boy-Kost. Während die vertrauten Melodien gut erkennbar sind und einem Fan vielleicht Freudentränen in die Augen treiben, nerven sie einen anderen schnell. Die Soundeffekte sind teilweise sehr matt, teilweise aber auch sehr gut gelungen z.B. bei einem Treffer oder beim Blocken. Natürlich kann Samurai
Showdown auch via Link-Kabel gegen einen menschlichen Mitsopieler gezockt
werden. Hierfür ist es jedoch empfehlenswert zum Super Game Boy zu
greifen: auf dem Fernseher wirken die Figuren nicht mehr so winzig und
auch der Hintergrund ist sehr gut gelungen. Wer also mit Prügelspielen sowieso nichts anfangen kann darf die Finger davon lassen. Ich als Fan der SNK Prügelspiele habe das Modul jedenfalls nicht aus der Hand gelegt bevor ich mit jedem Kämpfer den Abspann gesehen habe und auch heute bin ich immer mal wieder für einen Ausflug ins feudale Japan zu haben. Enguarde! - Geddiboy
|
Genre: Beat’em up
|
||||||||||||||||||
|
|
Als Beat’em up Fan musste
ich dieses Spiel, das ich nur vom sagenumwobenen NEO·GEO und vom
Automaten kannte, natürlich haben. Ich wurde auch nicht enttäuscht, das
Gameplay ist ein wahres Wunderwerk und lange Zeit gab es im Prügelbereich
nichts besseres für den GB. Das Spiel hat mir viel Freude bereitet, vor
allem die vielen Kämpfer und Moves sind für mich immer noch ein Grund
das Modul mal wieder rauszukramen. Und mal ehrlich, wer hat schon ein
„richtiges“ Samurai Showdown zu Hause stehen? |